Die Geschichte des KS-Lüneburg

Hat man heutzutage das Vergnügen, mit älteren, ehemaligen Mitgliedern des KSL ein Gespräch über ihren Verein, ihren Sport, die Vergangenheit des KSL führen zu können, dann hat man eine Ader der Sporthistorie angezapft, die ihr reichliches Wissen der neugierigen, jungen Generation gern und voller Temperament preisgibt. Wir waren bei Friedrich (Friedel) Noll, einem 81 jährigen Ringer, der das Schicksal des Vereins fast von seinem Anfang miterlebt hat.

Er war 12 Jahre alt, als er dem Kraftsportverein Lüneburg als Ringer beitrat, eine der drei Disziplinen, die man hier zunächst besetzen konnte. Tauziehen und Gewichtheben waren die beiden anderen Sportarten. Hervorgegangen war der 1921 gegründete KSL aus der Sektion Kraftsport der Arbeiterturnerschaft, die 1894 entstand. Nach 1918 entwickelten sich spezielle Athletenvereine, die sich vor allem mit Ringen und Hebegymnastik beschäftigten. Die Gründer des KSL Schulz, Goliasch und Machner (der dann der erste Vorsitzende war) - fuhren 1920 nach Hamburg, um sich bei derartigen schon gegründeten Vereinen umzusehen. Ein Jahr später fand in Lüneburg die erste Zusammenkunft mit 46 Ringern statt. Dann bekam man Gewichte geschenkt, und so wurde der zweite Schritt getan.

Die ersten Veranstaltungen fanden in Meyers Garten und in Mönchs Garten statt, und es dauerte nicht lange, und die Ringer des KSL waren über die Grenzen Niedersachsens bekannt.

Namen wie Kurt Westermann, Machner, die Gebrüder Schierholz, Fritz Müller und Friede Noll sind auch heute noch den Sportinteressierten Lüneburgern und den mit dem Ringen verbundenen Sportlern in Deutschland bekannt.

Etwa 1925 wurde im Verein eine Boxabteilung eröffnet, und schon im gleichen Jahr gab es die ersten Kämpfe im Ring. Vor 1933 war es auch bereits möglich, Jiu Jitsu zu betreiben. Aber dem allem wurde zunächst 1933 ein Ende gesetzt, als Hitler die Macht in Deutschland übernahm und auch der KSL als Arbeitersportverein verboten wurde.

Die Boxer schlossen sich für kurze Zeit dem Militärsportverein an, bis auch sie wie die anderen Abteilungen Teil des MTV und Treubund wurden. Zwischen 1927 und 1945 hatten die KSL-Boxer eine große Zeit - Namen wie Komm, Kröger, Waltje, Nachtigall, KO-Meyer, Koslowski und Motusik hatten nicht nur einen hervorragenden Klang im Boxsport, sondern sie sorgten auch dafür, dass man sich warm anziehen musste, wollte man gegen die Staffel des KSL eine Chance haben. Bis 1945 wurde Hermann Komm Heeresmeister, Ewald Koslowski war Bezirks-Meister ebenso wie Klaus Waltje. Starke junge Leute wie Helmut Krüger, UII Dreske, Mohrmann und Hans Guderian haben heute noch einen guten Klang im Lüneburger Boxsport.

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