Entstehungsgeschichte des Ju-Jutsu

Ju-Jutsu ist eine junge Sportart, die 1969 in Deutschland gegründet wurde.

Mit dem Auftrag des Deutschen Dan Kollegiums, eine effektive Selbstverteidigung insbesondere für Mitarbeiter der Polizei und der Justiz zu entwickeln, haben Meister unterschiedlicher Sportarten (z.B. aus dem alten japanischen Jujutsu und den neueren Karate, Judo, Aikido) ab 1967 ein neues Trainingssystem erstellt. Das Schlagen und Treten sollte ebenso trainiert werden wie Würfe oder Hebel. Das Ergebnis nannten sie Ju-Jutsu und wurde ab 1969 als Sektion im Deutschen Judo Bund (DJB) angeboten und trainiert. Im Laufe der Zeit entwickelten sich die Ursprungsinhalte regelmäßig weiter. Trainingsformen wurden umgestellt, andere Schwerpunkte entwickelten sich, manches wurde aus dem „Programm“ genommen und neue Techniken aus weiteren Kampfsystemen fanden Einzug ins Ju-Jutsu. 1990 wurde der Deutsche Ju-Jutsu Verband e.V. (DJJV) als eigenständiger Verband gegründet, der seit 1991 als Mitglied des Deutschen Sportbundes (jetzt Deutscher Olympischer Sportbund DOSB) als Fachverband für Ju-Jutsu anerkannt ist.

Eine Kommission hat nach einer langen Entwicklungszeit im Jahr 2000 eine Überarbeitung des Ju-Jutsu eingeführt. Es kamen insbesondere bei der Waffenabwehr Einflüsse aus nicht-japanischen Kampfsportarten zum Ju-Jutsu hinzu und wurden in ein methodisch strukturiertes System angepasst.

Im Jahre 2006 vereinigte der DJJV durch den Zusammenschluss von Ju-Jutsu und Jiu-Jitsu (das traditionelle japanische Selbstverteidigungssystem, welches von den Samurai entwickelt wurde) die moderne und traditionelle Selbstverteidigung in einem Verband. Dies geschah neben einer Regelangleichung auf Wettkampfebene auch mit dem Grund, sich an internationale Standards des Jiu-Jitsu anzugleichen. Schließlich gibt es das „Ju-Jutsu“ fast nur in Deutschland.

Ju-Jutsu war bis vor einigen Jahren als Dienstpflichtfach Ausbildungsinhalt aller deutschen Polizeien, der Justiz (Strafvollzug) sowie des Zolls. Heute wird in diesen Bereichen kein "reines" Ju-Jutsu mehr unterrichtet, sondern "waffenlose Selbstverteidigung", die allerdings im Wesentlichen aus Ju-Jutsu besteht.

Der DJJV ist mit über 50000 Mitgliedern in über 900 Vereinen die größte Ju-Jutsu-Organisation in Deutschland und spricht heute mit dem Ju-Jutsu Programm neben Sicherheitsdiensten und leistungsorientierten Wettkämpfern auch fitnessorientierte Übende und Breitensportler an.

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